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Critical Mass für mehr gegenseitige Akzeptanz im Straßenverkehr

Radfahrende wollen mehr Sicherheit

Nienburg. Mit einer neuen Fahrradausfahrt durch die Stadt wollen Radfahrerinnen und Radfahrer ein weiteres Mal auf die Verkehrsprobleme in Nienburg hinweisen. „Das Auto wird nach wie vor bei der Verkehrsplanung bevorzugt“, so Berthold Vahlsing, Vorsitzender des örtlichen ADFC. Fuß- und Radverkehr finde zu wenig Beachtung bei den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. Man sorge sich sehr um den Verkehrsfluss, meine aber ausschließlich den Kraftfahrzeugverkehr. Bei den Planungen zur Hafenstraße oder auch an der Brückenstraße sei dem Radverkehr zu wenig Beachtung geschenkt worden. Auf der Fahrbahn werde das Fahrrad nur ungern geduldet, so Vahlsing. Das provoziere falsches Verhalten mit Wirkung auf die Verkehrssicherheit und die Akzeptanz der jeweils anderen Verkehrsteilnehmenden.

70% der Radfahrenden in Nienburg fühlen sich laut einer bundesweiten Fahrradverkehrsumfrage vom Juni vergangenen Jahres im Verkehr bedrängt und oder behindert. Beim Fahrradklimatest 2024/25 liegt die Stadt Nienburg auf einem der hinteren Ränge vergleichbarer Städte in Niedersachsen. Das geplante Mobilitätskonzept der Stadt könne daran etwas ändern, heißt es vom ADFC. Es müsse allerdings die notwendige Beachtung finden.

Um die Bedeutung des Radverkehrs zu unterstreichen, beteiligen sich Radfahrende aus Nienburg und dem Umland an den weltweit am letzten Freitag im Monat stattfindenden Critical-Mass-Veranstaltungen. Unterstützt wird die Aktion vom BUND, dem NABU, den Naturfreunden, den Grünen und dem ADFC. Die nächste Critical Mass findet am Freitag, den 24. April, um 17 Uhr ab Goetheplatz in Nienburg statt. Interessierte sind gern willkommen.

Veranstalter

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Datum

Freitag, 24. April 2026

Uhrzeit

17:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Ort

Nienburg/Weser, Goetheplatz